Villazon – Oruro – Uyuni

 

Salzsee Uyuni

Villazon ist eine Grenzstadt zu Argentinien und teilnehmende Stadt der DAKAR

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Ria-Helen Zühlke, Birgit Knoblauch, Villazon, DAKAR 2014, Bolivien
Villazon, DAKAR 2014, Bolivien

Am großen Busbahnhof ca. 1,5 km vom Grenzposten entfernt (einfach der Straße folgen) , bieten verschiedene Busunternehmen Überlandfahrten nach La Paz, Sucre und andere Städte an. Einige wenige Busse haben einen etwas höheren Komfort, wie verstellbare Liegesitze oder Klimaanlage. Da, je nach Ziel, die Fahrten sich über etliche Stunden erstrecken, kann dieser Punkt ausschlaggebend für die Wahl des Unternehmens sein. Man kauft nummerierte Platzkarten. Da auf der Strecke immer wieder Leute dazu steigen, sind die Busse streckenweise maßlos überfüllt. Man rückt dann eben zusammen und macht Platz wo keiner mehr ist, damit nicht so viele stehend die oft recht holprige Fahrt überstehen müssen. Wir nahmen einen nicht so komfortablen Bus ohne Klimaanlage und ohne Toilette. Der Bus hält alle paar Stunden für einige Minuten an entsprechenden Möglichkeiten an.

Mir fiel auf, dass die Menschen in den Bussen hier nur sehr wenig und wenn sehr leise miteinander kommunizieren. Die Kinder sind recht diszipliniert. Etliche Male versuchte ich vergebens ein lockeres Gespräch mit der indigenen Bevölkerung zu beginnen. Auch wenn nur wenige des Spanisch mächtig sind und ich keine indigene Sprache spreche, stellte dies auf unseren Reisen in den lateinamerikanischen Ländern nie ein Hindernis dar. Vielleicht wirken Kälte und das karge Leben auf die Mentalität dieser Menschen.

Die mir bekannten einzigen Orte in Bolivien, die eine offizielle Autovermietung anbieten sind La Paz (El Alto) und Santa Cruz de la Sierra. In El Alto gibt es direkt an der Ausfahrt des Aeropuerto International eine Autovermietung. Die Preise für Mietautos sind hier in Bolivien deutlich höher als in Chile, Argentinien oder Ecuador. Für einen Toyota Landcruiser Prado zahlten wir für 7 Tage und nur 2200 km Inklusiv-Kilometer rund 1400 €.

Oruro

Frau in typischer Tracht, Oruro, Bolivien
Frau in typischer Tracht, Oruro, Bolivien

Wir machten für eine Nacht Halt in Oruro, einer hässlichen und verdreckten Stadt, die in unseren Augen eine einzige Baustelle darstellt. In nahezu jeder Straße türmen sich die Erdhaufen. Auf dieses Phänomen trifft man allerdings in ganz Bolivien. Wer auf seinen Zuckerkonsum achten muss oder will, sollte für den Restaurantbesuch in Oruro eigenes Wasser mitnehmen. Wir haben kein Restaurant entdeckt, die etwas anderes als Soda (mit Kohlensäure versetzten zuckerhaltigen Erfrischungsgetränke…Cola, Fanta..) angeboten hat.

 

Am nächsten Morgen blockierten Minibusse sämtliche Zufahrten zum Hauptplatz, als Protest gegen die großen Busunternehmen, die den Minibussen das Geschäft wegnehmen. Wir hatten unser Auto glücklicherweise 20 m weiter weg an einem sicheren Parkplatz abgestellt.

Blockade von Minibussen in Oruro, Bolivien
Blockade von Minibussen in Oruro, Bolivien

Weiterfahrt zum Salzsee Uyuni. Ein absolutes Highlight in Bolivien.

Der Salar de Uyuni ist mit seiner Länge von ca. 160 km und seiner Breite von etwa 135 km die größte Salzfläche der Erde: Die Salzkruste hat eine Mächtigkeit zwischen 2 bis 7 Metern. Wie alle Salzseen dieser gegen ist auch der Salar de Uyuni reich an Lithium. Durch seine enorme Größe vermutet man hier das weltweit größte Lithiumvorkommen mit schätzungsweise 4,5 Millionen Tonnen Lithium.

Die Fahrt mit dem eigenen Mietwagen zum und auf dem Uyuni Salzsee stellt kein Problem dar. Es gab keinerlei Kontrollen. Das einzige: Fahrt in einem angemessenen Tempo. Auf dem See gibt es nach Regenfällen (vor allem zwischen Dezember und März) größere Pfützen, die ihr nur schwer sehen könnt. Uns hat es kräftig geschleudert.

So kommt ihr vom Norden am Besten auf den See:

Estancia Condo – Villa Esperanza – Salinas de Garci Mendoza – Ancoyo – Churacari. Dort bei 19°54´20,99″ S   67°37´18,91″ W ist die Einfahrt zum See.

Track von Oruro nach Uyuni

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Die Gemeinde Uyuni liegt auf 3675 m Höhe im bolivianischen Altiplano zwischen den Anden-Gebirgsketten  Cordillera Occidental (Westen) und der Cordillera Central (Osten). Sie ist Verwaltungssitz der Provinz Antonio Quijarro. Übersetzung Das Aymarawort Uyuni bedeutet „Platz der Lasttiere“. Es bezieht sich auf die Lasttiere, die das Salz aus diesem Ort transportieren,  die Lebensgrundlage der Menschen hier.

Cementerio de los Trenes , Uyuni, Bolivien
Cementerio de los Trenes , Uyuni, Bolivien

Der Ort selber hat eine für Bolivien recht schöne Innenstadt mit, dank der vielen Touristen, zahlreichen kleinen Restaurants mit abwechslungsreicher Speisekarte. Für alle, die gerne Schrott bewundern, ist der Friedhof Cementerio de los Trenes zu empfehlen. Es befindet sich etwa 2 km außerhalb der Stadt. Zu sehen sind zahlreiche Lokomotiven und Waggons, die allesamt dem Rost verfallen sind.

 

 

 

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mit dem Auto in Lateinamerika unterwegs, Reiseinfos- und Eindrücke